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Sauerstofftherapie

Als Sauerstofftherapie (O2-Therapie) wird die Verabreichung von O2 in einer Konzentration bezeichnet, die diejenige der Luft (21 %) übersteigt. Die Sauerstofftherapie wird vor allem zur Behandlung von Hypoxie eingesetzt.

Zu einer solchen Hypoxie kommt es, wenn die Sauerstoffzulieferung nicht ausreicht, um den metabolischen Bedarf der Gewebe zu decken. Ursachen dafür können z. B. chronische Bronchitis, Pneumonie, Asthma, sein. Es wird auch zur Behandlung einer verminderten Respiration oder bei Atemstillstand eingesetzt, bis eine spezifischere Behandlung begonnen werden kann.

Hohe Sauerstoffkonzentrationen werden oft für kurze Zeit bei Patienten mit akuten respiratorischen Erkrankungen eingesetzt. Bei chronischen Erkrankungen werden für längere Zeit Sauerstoffkonzentrationen verabreicht, die nur geringfügig höher als die der Raumluft sind. Sauerstoff kann toxisch wirken. Die Toxizität steigt mit steigender Konzentration oder steigendem Druck des eingesetzten Sauerstoffs (hyperbare Sauerstofftherapie).

Bei Verwendung von Sauerstoff unter Überdruck (> 2.5 atm) verursacht längere Exposition eine pulmonale Toxizität, was zu Atelektase und Krämpfen führt. Bei Neugeborenen kann es zu retrolentaler Fibroplasie kommen, wenn Sauerstoff in erhöhter Konzentration verabreicht wird.

Richard Bouffé
Leiter Verkauf Medizinal-Gase
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