
Da glühendes Metall mit dem Luftsauerstoff reagiert, sind Schutzgase in Wärmebehandlungsprozessen unerlässlich. In vielen Anwendungsfällen genügt Stickstoff als inertes Medium. Zur
Will man mit der Schutzgasatmosphäre jedoch eine besondere Wirkung auf den Werkstoff oder die Werkstoffumgebung erzielen, so müssen entsprechende Reaktionsgase zudosiert werden.

Als spezielle Anwendung in der Wärmebehandlung von Stählen gilt die Restaustenitumwandlung mit flüssigem Stickstoff. Beim Härten von Werkzeugstählen kann durch Abschrecken auf Zimmertemperatur nur ca. 70-80% Martensit gebildet werden. Der restliche Masseanteil bleibt als weiches Austenitgefüge im Werkstück eingelagert. Dies führt zu inhomogenen Werkstoffeigenschaften und zu vorzeitigem Ausfall des Werkzeuges. Durch abkühlen im flüssigen Stickstoff bei ca. -168°C kann der verbleibende Austenit grösstenteils in Martensit umgewandelt werden.

Auswahl verschiedener von MESSER unterstützter Wärmebehandlungsverfahren
· Blankglühen von niedrig- oder Hochlegierten Stählen (Neutrotherm ®, Hydrotherm ®)
· Glühen von Kaltband (Hydro-Clean ®, Defox ®)
· Aufkohlen, Vergüten (Variocarb-therm ®, Variocarb-egr ®)
· Nitrieren, Nitrocarburieren (Vario-Nitro-Carb ®
· Restaustenitumwandlung