Vorbeugender Brandschutz LowOx
Während herkömmliche Systeme wie Sprinkleranlagen oder Gaslöschsysteme einen vorhandenen existierenden Brand bekämpfen, wird beim LowOx Verfahren die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes gar nicht erst zugelassen. Führt ein Löscheinsatz mit Wasser zu grossen Schäden oder gar Totalverlust der Lagergüter, so ist dies mit dem LowOx Verfahren ausgeschlossen, da ein Brand gar nicht erst entstehen kann.
Durch eine dauerhafte Reduktion des Sauerstoffgehaltes im zu schützendem Bereich wird verhindert, dass ein Brand überhaupt entstehen kann. Mit dem Lagergut eingeschleppte Brandherde oder Zündquellen (z.B. Kurzschluss in der Elektroinstallation) können sich nicht weiter ausbreiten und erlöschen von selbst, da im geschützten Bereich nicht genügend Sauerstoff für das Aufrechterhalten des Feuers vorhanden ist.
Um den Sauerstoffgehalt zu reduzieren wird dem zu schützendem Bereich kontrolliert Stickstoff zugeführt. Für die meisten Materialien ist der Brandschutz bei Restsauerstoffgehalten von 13-17 % gewährleistet. Bei diesen Bedingungen ist ein Betreten des geschützten Bereichs (z.B. für Wartung und Reparaturen) für gesunde Personen gefahrlos möglich.
Das Verfahren wird bevorzugt dort eingesetzt, wo sich keine dauernd besetzten Arbeitsplätze befinden. Dazu gehören:
- Tiefkühllager
- Lager mit Verfügbarkeit und zuverlässiger Lieferbereitschaft
- Chemikalienlager
- Lager mit hochwertigen und teurem Lagergut
- Lager für Erstmuster, Referenzmuster
- Lager für Kulturgüter (Museen, Bibliotheken, Gemälden, Antiquitäten)
- EDV Räume (Serverräume)
Auslegung von LowOx Anlagen Für jedes LowOx Brandschutzsystem ist festzulegen:
- erforderlicher Restsauerstoffgehalt
- Anzahl und Lage der Messpunkte
- Mess- und Regelsystem
- Stickstoffbedarf und Stickstoffzufuhr
- Stickstoffversorgung
Restsauerstoffgehalt Nur wenn die eingelagerten Stoffe beim gewählten Restsauerstoffgehalt nicht entzündbar sind, kann der Brandschutz gewährleistet werden.
Umgekehrt wird mit sinkendem Restsauerstoffgehalt der Zutritt in den geschützten Bereich erschwert und der Stickstoffbedarf nimmt zu.
Um die Entzündungswerte für verschiedene Materialien zu ermitteln verfügt Messer über einen eigenen Versuchsraum, der mit aufwendigen Messgeräten ausgerüstet ist.
Mit hunderten von Entzündungsversuchen wurden die Werte verschiedener Materialien festgehalten. Entzündungswerte weiterer Stoffe können kurzfristig ermittelt werden.

StickstoffbedarfFür den Betrieb des LowOx Systems ist der erforderliche Stickstoffbedarf das entscheidende Kriterium für die Betriebskosten einer Anlage. Die Ermittlung ist deshalb von grosser Bedeutung.
Sie richtet sich nach:
- Grösse des zu schützenden Raumes
- Dichtheit des Raumes
- Warenbewegungen (Ein-, Auslagerungen)
- Einzuhaltender Restsauerstoffgehalt
- Reinheit des zugeführten Stickstoffes
Messer verfügt über verschiedene Berechnungsgrundlagen und Referenzanlagen um den Bedarf bereits in der Projektierungsphase abzuschätzen

Bitte kontaktieren Sie bei Fragen:
Robert Schlatter
Technischer Verkauf Chemie/Umwelt
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